TOURISMUS-AKADEMIE
Jubiläum der Tourismus-Akademie wird mit Innovationskongress gefeiert
Touristische Akteure werden sich künftig stärker den Veränderungen stellen müssen. Das sagte Richard Drautz, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, am Montag beim Innovationskongress der Tourismus-Akademie Baden-Württemberg, bei dem er die Innovationskraft der Unternehmer einforderte. Die Weitsicht zur Förderung von Eigeninitiative, Kooperationsbereitschaft und Qualitätsbewusstsein hatten vor zehn Jahren schon die Industrie- und Handelskammern sowie der Tourismusverband im Land. Sie gründeten gemeinsam die Tourismus-Akademie Baden-Württemberg, um ein branchenübergreifendes Informations- und Dialogangebot zu schaffen. Gefeiert wurde jetzt mit über 150 Gästen dort, wo die Akademie ihren Sitz hat: in Freudenstadt.
Freudenstadt, 26.10.2009. „Die Tourismus-Akademie war ihrer Zeit immer voraus”, betonte Achim Rummel, Hauptgeschäftsführer der für den Tourismus federführenden Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald, im Kurhaus. Sie habe nicht nur Trends aufgezeigt, sondern sei auch Geburtshelfer mancher Trends gewesen. Vor allem hätten sich viele Visionen aus den Expertenrunden, mit denen man ganz bewusst über Land gezogen sei, bewahrheitet. Ideengeber der Tourismus-Akademie sei Roger Heidt, ehemaliger Geschäftsführer der Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg gewesen.
„Ganz aktuell spüren wir im Tourismus die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise”, sagte Drautz. Vor diesem Hintergrund sei der Tourismus gefordert, sich auf hohem Qualitätsniveau mit dem Wettbewerb auseinanderzusetzen. Dem trage die Landesregierung mit dem neuen Tourismuskonzept Rechnung, zu dessen Umsetzung die Akademie einen großen Beitrag leiste.
Als Kompetenzdrehscheibe, die Raum für Erfahrungsaustausch und Qualifizierung biete, umschrieb IHK-Geschäftsführer Martin Keppler die Tourismus-Akademie. Mit Hilfe dieser Einrichtung, die bundesweit offen sei, werde sich Baden-Württemberg als Reiseland mit touristischer Fachkompetenz weiter profilieren. Damit sei die Tourismus-Akademie zur Zukunftswerkstatt geworden, die wertvolle Impulse liefere.
Reale Innovationen sind nach Ansicht von Andreas Steinle das beste Rezept gegen jede Krise, der auch den Tourismus in einer „Phase der Neuorientierung” sah. Urlaub werde künftig als Teil eines gesünderen und natürlichen Lebensstils gesehen. Der Geschäftsführer des Horx–schen Zukunftsinstituts gab den Gästen in seinem Vortrag Empfehlungen mit auf den Weg, wie „Innovationsfaulheit” überwunden und die Zukunft aktiv mitgestaltet werden kann. Er riet zu Cross-Innovationen, Investitionen in Entwicklung und Nachhaltigkeit sowie zur Schaffung neuer Wachstumsnischen. Wandern, Naturerlebnis und Gesundheit lägen im Trend.

