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EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

Angebote der IHK Nordschwarzwald

Unternehmenssicherung/ Risikovorsorge Bei diesem Beratungsangebot des Geschäftsbereich Starthilfe / Unternehmensförderung stehen Fragen, Instrumente und Maßnahmen zur Unternehmenssicherung und Risikovorsorge im Mittelpunkt .

Das Angebot der IHK Nordschwarzwald zielt darauf ab, den Unternehmer/-in dabei zu unterstützen, dass er/sie bereits vor dem Beginn einer Krise die richtigen Schritte einleitet. Die immer schnelllebigeren Märkte bedingen zwischenzeitlich den permanenten Willen zur Weiterentwicklung und Veränderung.

Grundvoraussetzung für das Einleiten der richtigen Schritte ist allerdings, dass der Unternehmer seine aktuelle Situation kennt. Gerade in kleineren mittelständischen Unternehmen erfolgt die Unternehmensführung überwiegend aus dem Bauch heraus, auch weil es immer so gemacht wurde. Das reicht aber nicht mehr aus, um wettbewerbsfähig zu bleiben oder sogar eine Marktführerschaft in der eigenen Nische oder Region zu erreichen.

So setzt das Angebot der IHK Nordschwarzwald einerseits bei der Bereitstellung und Vermittlung von betriebs-wirtschaftlichen Instrumenten zur Unternehmensführung an. Andererseits steht der Austausch mit und zwischen den Unternehmern im Focus des Projektes.

Abgerundet wird diese Dienstleistung durch die aktive Begleitung von Projekten zur Unternehmenssicherung und Risikovorsorge. Hier fließen die Erfahrungen aus der Moderation von Prozessen der Unternehmensnachfolge mit ein. Die Unternehmensnachfolge ist eine spezielle Maßnahme zur Unternehmenssicherung und Risikovorsorge und somit ergeben sich hier vielfältige Parallelitäten in der Prozessbegleitung.

Den Verantwortlichen der IHK Nordschwarzwald ist es dabei sehr wichtig, dass der Schwerpunkt auf dem frühzeitigen Erkennen der Problemsituation liegt. Eine Unternehmenskrise ist nicht etwas, was von heute auf morgen über das Unternehmen hereinbricht. Die Forschung unterscheidet vier Phasen, die sich durchaus über mehrere Jahre erstrecken können.

Die Krise beginnt mit der Strategiekrise. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens berücksichtigt die Marktverhältnisse hinsichtlich Absatzmarkt, Kunde, Produkt, Standort oder Vertriebsweg nicht mehr in ent-sprechendem Maße. Die besondere Herausforderung in dieser Phase ist, dass diese Mängel im Grunde nur innerhalb des Unternehmens wahrgenommen werden können. Die finanziellen Rahmenparameter zeigen in der Regel noch sehr positive Signale, aber die Tendenz ist schon leicht abnehmend.

Es folgt die Rentabilitätskrise. Es zeigen sich deutliche Veränderungen hinsichtlich der Ertragskraft in einzelnen Bereichen oder im ganzen Unternehmen. Wenn es dem Gesamtmarkt schlechter geht, wird häufig zu leichtfertig auf das konjunkturelle Umfeld verwiesen und eine strategische Neuorientierung unterbleibt.

Wenn nicht konsequent an den Ursachen gearbeitet wurde folgt unausweichlich die Liquiditätskrise, die dann alle Beteiligte auf den Plan ruft. Dem Unternehmer, dem Steuerberater und dem Banker ist dann offensichtlich, dass hier nicht die Ursache allein im Umfeld, sondern im Unternehmen zu suchen und zu beheben ist.

Wenn auch zu diesem Zeitpunkt keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden bzw. greifen folgt die Phase des Insolvenzverfahrens, die aufgrund der aktuellen Insolvenzordnung ja ebenfalls noch Spielraum für eine Neuausrichtung lässt.

Je später eine Krise aber erkannt wird, desto größer sind die Kraftanstrengungen, die benötigt werden, das Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen und um so länger dauert es, bis eingeleitete Maßnahmen Wirkung zeigen.

Ein erster Schritt zur Unternehmenssicherung und Risikovorsorge stellt ein eigens für diese Fragestellung entwickelter Selbstanalysebogen
dar. Die Auswertung soll eine Indikation für eine Standortbestimmung geben und Sie dabei unterstützen, die richtigen Schritte einzuleiten. Hierbei unterstützen wir Sie gerne.