Der Runde Tisch ist ein etabliertes Förderinstrument der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und richtet sich an Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Gefördert werden kleine und mittelständische Unternehmen nach der Klassifizierung durch die EU. Hierzu gehören Unternehmen, die
- weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und
- weniger als 50 Mio. – Umsatz erwirtschaften oder
- die Bilanzsumme 43 Mio. – nicht überschreitet.
Die Unternehmer erhalten die Möglichkeit, ausgewählte Unternehmensberater (Projektbetreuer), die in der KfW-Beraterbörse akkreditiert sind, mit der Durchführung eines Unternehmenschecks zu beauftragen, in dessen Rahmen Schwachstellen im Unternehmen identifiziert und Lösungsvorschläge unterbreitet werden. Diese Analyse kann bis zu 10 Beratungstage dauern und kostet die Unternehmen außer der Übernahme der Fahrtkosten des Beraters in Höhe der gesetzlichen Fahrtkostenpauschale für Dienstreisen und der anfallenden Mehrwertsteuer nichts.
Die IHK ist erste Anlaufstelle beim Runden Tisch und begleitet den gesamten Prozess als Ansprechpartner für die Unternehmen. Möchte ein Unternehmen eine Förderung durch den Runden Tisch in Anspruch nehmen, so führt die IHK ein entsprechendes Vorgespräch, klärt die Voraussetzungen und ist bei der Auswahl eines gelisteten Runder Tisch-Projektbetreuers aus der KfW-Beraterbörse behilflich.
Die Projektbetreuer führen den Unternehmenscheck durch. Auf Grundlage der erstellten Schwachstellenanalyse entscheiden sie gemeinsam mit der IHK, ob eine Zusammenkunft aller Beteiligten am Runden Tisch empfehlenswert ist, oder ob das erarbeitete Maßnahmenpaket dem Unternehmen ausreicht, die festgestellten Schwachstellen zu beseitigen. Die Begleitung der Umsetzung durch einen Unternehmensberater kann zusätzlich durch die Fördermaßnahme
„Turn Around Beratung”
durch die KfW gefördert werden.
KfW-Merkblatt Runder Tisch