. .
Illustration

EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG

Überblick über mögliche Unternehmensrisiken

Eine zusammenfassende Übersicht über die verschiedenen bisher vorgestellten Risikobereiche gibt die folgende Auflistung, die allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und für die Gegebenheit in einem speziellen Unternehmen ergänzt oder angepasst werden muss: Externe Risiken

  • Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
  • (z.B. Wachstum, Kaukraft)
  • Gesetzliche Verordnungen, regulatorischer Rahmen zur Ausübung des Geschäftes (z.B. Umweltauflagen, Dosenpfand, Arbeitsschutz, Datenschutz, zusätzliche Auflagen etc.)
  • Geänderte Vergaberichtlinien für Fremdkapital
  • Änderungen im Kaufverhalten (Produktsubstitutionen, veränderte Einstellungen und Vorlieben)
  • Änderungen bei Kundenbedüfrnissen
  • Allgemeiner Preisverfall
  • Konkurrenz aus Niedriglohnländern
  • Energie- und Treibstoffkosten

Technologische Risiken

  • Veränderungen auf der Lieferantenseite
  • Fehlende Entwicklungsressourcen
  • Ausfall eines Entwicklungspartners
  • Ähnliche Produkte vom Wettbewerb schneller auf dem Markt als die eigenen
  • Technologische Entwicklungen, die bestehende Produkte ersetzen (Produktlebenzyklus
  • Verzögerungen bei der Fertigstellung neuer Produkte
  • Neue Wettbewerber mit moderner Fertigungstechnologie

Leistungswirtschaftliche Risiken

  • Abhängigkeit von wenigen Lieferanten
  • Engpässe bei notwendigem Material
  • Abhängigkeit von wenigen Großkunden, Wegfall wichtiger Großkunden
  • Vermarktungsintensität
  • Steigende Vertriebskosten
  • Umsatzausfälle
  • Verlust von Vertriebskanälen
  • Fehler im Management von Geschäftspartnern
  • Fehlende Internationalisierung in Produktion und Vermarktung
  • Fehler in Kundenrechnungen, Forderungsausfälle

Finanzwirtschaftliche Risiken

  • Liquiditätsbedarf aufgrund neuer Angebote (z.B. Lease <-> Kauf)
  • Margenreduktion durch Wettbewerbsdruck auf Preise
  • Stritttige Forderungen
  • Verlängerung bei Debitorenzielen
  • Verspätete Kapitalmaßnahmen
  • Zu niedrige Eigenkapitalquote

Risiken aus der Organisation

  • Fehlende Motivation
  • Unzureichende Unternehmenskultur
  • Schleppender Informationsfluss
  • Fehlende Entscheidungsbereitschaft
  • Störungen im technischen Ablauf
  • Brand, Wasserschaden etc.
  • Ausfall von Führungskräften, Kündigung von Leistungsträgern
  • Qualifikation von Mitarbeitern
  • Fehlende Nachfogleregelung

Damit im Rahmen eines Risikomanagementprozesses eine effiziente Risikovorsorge möglich ist, müssen die einzelnen Risiken zunächst identifiziert, beschrieben und bewertet werden.

Anschließend veranschaulicht eine einfache Matrix die Einordnung der Einzelrisiken:

Nach der Einordnung der Risiken gilt es durch geeignete Maßnahmen Risikopositionen im Sinne des Unternehmens zu beeinflussen.