. .
Illustration

INNOVATION UND UMWELT

Die Umweltberatung der IHK Nordschwarzwald

Betrieblicher Umweltschutz bedeutet heute mehr als nur die Einhaltung der gängigen Vorschriften. Die Aufgabe des nachhaltigen Wirtschaftens („sustainable development”) rückt für die Wirtschaft zunehmend in den Vordergrund. Staat, Wirtschaft und Gesellschaft bekennen sich gemeinsam zum Ziel „Umweltschutz”.

Wirtschaften in Kreisläufen gilt als oberster Maßstab. Abfälle sollen vermieden, vermindert und letztlich wiederverwertet, Luftschadstoffe, Wasserverunreinigungen und Lärm weiter reduziert werden. Die Wirtschaft muss die Herausforderung der zukünftigen Energieversorgung konsequent annehmen. Die Fülle und Komplexität gesetzlicher Auflagen, Gebote und Verbote stellen die gewerbliche Wirtschaft in unserer Region vor hohe Anforderungen. Gerade kleinen und mittleren Unternehmen fehlen aber häufig die notwendigen personellen, finanziellen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen, um die umwelt- und energiepolitischen Vorgaben zu erfüllen. Zur Unterstützung der Mitgliedsunternehmen in ihren Bemühungen um einen wirksamen Umwelt- und Klimaschutz hat die IHK ein breites Spektrum an Dienstleistungsangeboten geschaffen.

Umweltschutz als Serviceaufgabe

Information, Recherche und Vermittlung

Welche neuen umweltrechtlichen Vorgaben müssen beachtet werden? Wie ist der aktuelle Stand der Verpackungsverordnung? Was bedeutet REACH? Welche neuen Anforderungen ergeben sich für die Abfallbeauftragten? Wer braucht einen Brandschutzbeauftragten? Wie kann ich Energie effizienter einsetzen? Welche Hersteller von Umwelt- und Energietechnik können weiterhelfen? Wie baue ich ein Umweltmanagementsystem auf?

Dies sind nur einige Fragen, die täglich an die Umweltberatung gestellt und von dieser beantwortet werden. Die Beantwortung der Fragen muß rasch erfolgen. Die IHK bietet deshalb einen vielfältigen und umfangreichen Informationsservice an.

Die IHK

  • informiert in der IHK-Zeitschrift "Informationen für die Wirtschaft" oder durch direkte Anschreiben der Unternehmen regelmäßig über aktuelle umweltpolitische Entwicklungen,
  • bietet per UMFIS-Datenbank einen aktuellen Überblick über Unternehmen, die umweltrelevante Güter, Techniken und Dienstleistungen anbieten,
  • vermittelt bundesweit über die IHK-Recyclingbörse Angebote und Gesuche zur Förderung der Verwertung von Abfällen. Dadurch ermöglicht die Recyclingbörse den Unternehmen Kostenvorteile, neue Verwertungsmöglichkeiten und einen aktiven Beitrag zur Ressourcenschonung,
  • informiert über Fördermaßnahmen im Umwelt- und Klimaschutz,
  • gibt Faltblätter, Broschüren und Leitfäden zu wesentlichen Umwelt- und Energiethemen heraus,
  • unterhält Kontakte zu wissenschaftlichen Einrichtungen, öffentlichen Institutionen und technischen Transferstellen zwecks Lösung umweltspezifischer Unternehmensprobleme.

Umweltinformationen

Einen besonderen Informationsservice bietet die IHK mit dem "Umwelt-und-Energie-Newsletter" an. Darin wird kurz, knapp und verständlich über aktuelle Themen aus dem Gebiet Umweltschutz, Arbeitsschutz und Energie berichtet. Der E-Mail-Newsletter kann hier kostenlos abonniert werden. Dieser Newsletter erscheint in der Regel ein Mal im Monat. Zusätzlich steht ein umfangreicher Infopool im Internetauftritt der IHK zur Verfügung, der tagesaktuell informiert und viele hilfreiche Dokumente "online" bereitstellt.

Beratung

Grundlage der Beratung ist zunächst immer die Problemanalyse ob am Schreibtisch oder vor Ort im Betrieb. Erst danach können konkrete Lösungswege für bestehende Umweltschutzprobleme gefunden werden. Die Umweltberatung der IHK hilft bei der Problemanalyse und unterstützt den Betrieb bei der Lösung, gleich ob es sich z.B. um konkrete Anstrengungen zur betrieblichen Abfallwirtschaft oder um die Lagerung wassergefährdender Stoffe handelt. Diese sogenannte Vorfeld und Aufschlußberatung hat sich in den letzten Jahren bewährt. Die Umweltberatung ist Ansprechpartner und Kontaktvermittler für Umweltschutzbelange der gewerblichen Wirtschaft vor Ort und keine Konkurrenz zum privatwirtschaftlichen Beratungsbereich. Ist Sachverstand bei einer Problemlösung gefragt, berät und vermittelt die Umweltberatung. Schließlich berät die IHK über staatliche Förderprogramme im Bereich des Umweltschutzes.

Wirtschaftsinteressen versus Umweltpolitik?

Fragen des Umweltschutzes haben in der Öffentlichkeit einen hohen Stellenwert. Die Umweltberatung der IHK trägt dazu bei, dass die Leistungen der Wirtschaft für Umweltschutz, aber auch die gesamtwirtschaftlichen und betrieblichen Konsequenzen umweltpolitischer Maßnahmen, den Entscheidungsträgern vermittelt und dort berücksichtigt werden. Dafür müssen die Interessen der Unternehmen im Umweltschutz erkannt, Initiativen im Gesamtinteresse der Wirtschaft ergriffen und der Dialog mit allen beteiligten Partnern geführt werden. So werden beispielsweise die umweltschutzrelevanten Belange der gewerblichen Wirtschaft durch die Umweltberatung der IHK in Stellungnahmen zu Entwürfen von Umweltschutzgesetzen, -verordnungen oder -richtlinien vertreten. Ebenso unterstützt die IHK die Arbeit der Ministerien und Behörden mit Vorschlägen, Berichten und Stellungnahmen.

Hoheitliche Aufgaben im Umweltschutz

Abfallberatung

In der Vergangenheit wurden den Industrie- und Handelskammern öffentliche Aufgaben im Umweltschutz übertragen. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz verpflichtet die Industrie- und Handelskammern zur Information und Beratung über Möglichkeiten der Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen. Diese Aufgabe paßt in das Leistungsspektrum der Umweltberatung, da sie seit jeher in Fragen der Abfallwirtschaft und des betrieblichen Umweltschutzes informiert und berät.

EMAS-Registrierung

Eine weitere öffentliche Aufgabe besteht in der Führung des Registers nach dem Umweltauditgesetz. Das "Umweltaudit" beschreibt stichwortartig das Umweltmanagement- und betriebsprüfungssystem der Europäischen Union, festgeschrieben durch die EMAS-Verordnung (Verordnung EG 1221/2009 - EMAS III). Ziel dieser Verordnung, deren Teilnahme freiwillig ist, ist die Förderung der kontinuierlichen Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes von Organisationen mit Umweltauswirkungen. Die Aufgabe der Registrierung der von einem Umweltgutachter validierten Organisation ist den Industrie- und Handelskammern zugewiesen. Die IHK prüft, ob für die Eintragung in das EMAS-Register die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, ob eingetragene Organisationen auch weiterhin die Vorschriften des Systems beachten und ob diese zu streichen sind. Weitere Informationen zum Öko-Audit auch unter: www.emas.de

Alle Mitgliedsunternehmen der IHK Nordschwarzwald werden ermuntert, dieses umfassende und geldwerte Beratungsangebot im Bereich Umweltschutz, Arbeitsschutz und Energie konsequent zu nutzen. (IHK NSW, 01.02.2012)

DOKUMENT-NR. 463

  • MEHR ZU DIESEM THEMA

  • ANSPRECHPARTNER

  • Telefon: +49 (7231) 20 11 55
  • Fax: +49 (7231) 20 14 11 55

Kontaktdaten speichern (V-Card)
  • Telefon: +49 (7231) 20 13 04
  • Fax: +49 (7231) 20 14 13 04

Kontaktdaten speichern (V-Card)
  • Telefon: +49 (7231) 20 11 08
  • Fax: +49 (7231) 20 14 11 08

Kontaktdaten speichern (V-Card)
  • ENERGIE UND ROHSTOFFE FÜR MORGEN

  • TOP 10 MEISTGELESEN

Info-Veranstaltung am 24.05.2012 in Pfalzgrafenweiler.
Seit 2009 diente die DIN EN ISO 16001 als Leitfaden zur Etablierung eines Energiemanagementsystems (EnMS) zur Steigerung der Energieeffizienz in Unternehmen. Diese wurde nun durch die DIN EN ISO 50001 abgelöst. Die kostenlose Info-Veranstaltung zeigt Wege zur Umsetzung und Nutzen eines Energiemanagementsystems auf. mehr

Tagesaktuelle Meldungen aus allen Bereichen der Energie mehr

Informationen zur Verpackungsverordnung, zur Verpflichtung eine Vollständigkeitserklärung (VE) abzugeben, praktische Hinweise zum VE-Hinterlegungsprozess sowie die Ansprechpartner der IHK-Organisation zur VE. externer Link

2010-03-19
Ende 2009 wurde die neue Richtlinie der europäischen Parlaments und des Rates 2009/148/EG „Schutz der Arbeitnehmer gegen Gefährdung durch Asbest am Arbeitsplatz” veröffentlicht. Sie gilt für alle Tätigkeiten mit sechs Silikaten mit Faserstruktur, bei denen die Arbeitnehmer bei der Arbeit Asbest ausgesetzt sein können. Die nationale Umsetzung steht noch aus... mehr

10.04.2012.
Die KfW hat mit den beiden Programmen "Energieberatung Mittelstand" und "KfW-Energieeffizienzprogramm" neue Möglichkeiten geschaffen, die Beratung und Umsetzung der Maßnahmen zu fördern. Für die Realisierung der Maßnahmen werden im Rahmen des KfW- Energieeffizienzprogramms zinsgünstige Darlehen angeboten. mehr

Die "Foren" der IHK Nordschwarzwald: Aktuell informieren - miteinander diskutieren - voneinander lernen - über den Tellerrand hinausschauen! mehr

28.11.2011. Die neue Trinkwasserverordnung enthält Neuregelungen zu Legionellenuntersuchungen in Trinkwassererwärmungsanlagen. Auch Unternehmen, Mehrfamilienhäuser und Hotels müssen die Untersuchung jährlich nachweisen. mehr

Letzte Aktualisierung: 9. August 2011
Themen / Bereiche: Behörden, Allgemeines, Abfall, Altlasten/Bodenschutz, Arbeitssicherheit/Gesundheit/Gefahrstoffe, Gewässerschutz, Immissionsschutz, Recht, Produktsicherheit, Umwelt- und Qualitätsmanagement sowie Umweltforschung. mehr

Termin: 14.05.2012
Info-Veranstaltung am Karlsruher Institut für Technologie, Eggenstein-Leopoldshafen. Im Fokus des Energiegutachtens stehen die Entwicklung von Preisen, Versorgungssicherheit und die Energiewirtschaft. mehr

10.UMFIS

Mit dem Umweltfirmen-Informationssystem der Industrie- und Handelskammern in Deutschland können alle Unternehmen und Institutionen, die Produkte oder Dienstleistungen für den Umweltschutz anbieten, ihr individuelles Leistungsprofil datenbankgestützt präsentieren. externer Link

  • SERVICE