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Sie befinden sich hier: Startseite > Innovation und Umwelt > Beratungszentrum Umweltschutz, Arbeitsschutz, Energie > Aktuelle Umwelt und Energie News > "Energiemanagement im Konvoi", Auftakt: 03.02.2012
Energiemanagementsysteme – nicht nur aus steuerlichen Gründen sinnvoll
Info-Veranstaltung, Fr. 03.02.2012, 15:00-17:00 h, Hohenwart-Forum.
Der IHK-Konvoi zur Einführung eines integrierten, steuerlich anerkannten und geldwerten Energiemanagements nach DIN ISO 50001 startet mit einer Infoveranstaltung. Interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen.
Steuerentlastungen im Energiebereich werden zukünftig an belegbare Energieeinsparungen geknüpft.
Im Energiekonzept der Bundesregierung vom September 2010 heißt es, dass ab 2013 der Spitzenausgleich im Rahmen der Energie- und Stromsteuer nur noch gewährt wird, wenn die Betriebe einen Beitrag zu Energieeinsparungen leisten.
Der Einsparungsnachweis „kann durch die zertifizierte Protokollierung in Energiemanagementsystemen oder durch andere gleichwertige Maßnahmen erfolgen. Bei den anderen Steuervergünstigungen wird die Regierung prüfen, mit welchen Maßnahmen den Anforderungen der Richtlinie nach einer entsprechenden Gegenleistung Rechnung getragen werden kann“ - heißt es im Energiekonzept wörtlich.
Diese – auch im europäischen Kontext – verankerte Vorgabe ist, trotz und gerade wegen der beschleunigten Energiewende nach Fukushima, aktueller denn je.
Verringerung der EEG-Umlage nur mit Zertifizierung?
Das Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) setzt diesen Ansatz schon um. Im EEG ist mit § 41 eine Regelung für das produzierende Gewerbe enthalten, unter welchen Voraussetzungen die EEG-Umlage verringert wird. Künftig sollen mehr Unternehmen unter diese Regelung fallen. Der aktuell verabschiedete Entwurf des novellierten EEG senkt die Schwelle für die Anwendung des Paragraphen auf eine Stromabnahme an einer Abnahmestelle von derzeit 10 GW/h auf 1 GW/h. Zudem wird das Verhältnis der von den Unternehmen zu tragenden Stromkosten zur Bruttowertschöpfung des Unternehmens von 15 % auf 14 % verringert.
Bislang mussten Unternehmen, die von der reduzierten EEG-Umlage des § 41 profitieren wollten, eine nach den Kriterien des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) durchgeführte Zertifizierung im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr nachweisen. Eine Möglichkeit stellt dabei auch ein Energiemanagementsystem (EnMS) nach DIN 16001/ISO 50001 dar. Diese Regelung wurde beibehalten.
16001 wird durch 50001 ersetzt
Im April wird aktuelle Norm DIN 16001 zurückgezogen und durch die dann international gültige "DIN EN ISO 50001" ersetzt.
Energiemanagement spart Geld
Auch wenn im EEG festgelegt ist, dass die Unternehmen mit einem Stromverbrauch kleiner 10 GW/h, die ja zukünftig auch in den Genuss der reduzierten Umlage kommen, keine derartige Zertifizierung vorlegen müssen, ist das kontinuierliche und konsequente Herangehen an einzelne Energieverbraucher und unbekannte Energieströme – auch aus betriebswirtschaftlichen Gründen - sehr sinnvoll.
Denn: Viele Unternehmen kennen nur ihre monatliche Stromrechnung und können die Frage: Was, wann, von wem und wo an Energie im Unternehmen verbraucht wird, nicht beantworten.
Egal, wie die oben erwähnte „Prüfung weiterer Maßnahmen durch die Bundesregierung“, letztendlich aus geht: Vorausschauende Unternehmen verankern schon jetzt die Komponenten des Energiemanagements im Betrieb.
Integration in bestehende Systeme leicht möglich
Die DIN ISO 50001 hat dabei einen entscheidenden Vorteil: Sie ist voll in bestehende Qualitäts- und Umweltmanagementsysteme integrierbar. Die enge Verwandtschaft zur DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001 macht´s möglich. Nach Angaben des TÜV Hessen haben Unternehmen die ein Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001 besitzen, bereits ca. 30-40 % und Unternehmen mit einem Umweltmanagement nach DIN EN ISO 14001 sogar ca. 70 % der Vorgaben der DIN ISO 50001 erfüllt.
IHK-Projekt Energiemanagement im Konvoi
Die IHK Nordschwarzwald wird deshalb von Februar 2012 bis Juli 2012 interessierte Unternehmen aller Größen und Branchen über das Projekt: „Energiemanagement im Konvoi“ zu einem zertifizierungsreifen Energiemanagementsystem führen.
Dabei wird - unter der Federführung der IHK - ein externer Berater gemeinsam mit den teilnehmenden Unternehmen ein bestehendes Qualitäts- oder Umweltmanagementsystem um die Komponenten der DIN EN ISO 50001 erweitern und damit das Energiemanagement in das im Unternehmen bestehende System integrieren. Drei halbtägige vertiefende Workshops bei der IHK ergänzen diese Vor-Ort-Betreuung.
Die Teilnahmegebühr des Projekts belaufen sich auf 1.990 Euro/pro Unternehmen (1-2 Tage vor Ort, 3 Workshops bei der IHK), eine individuelle Reduktion durch Fördergelder (z. B. KfW-Beratungsprogramm) ist möglich und wird im Rahmen des Projekts geprüft. Lediglich die Zertifizierungskosten sind nicht enthalten und müssen mit dem eigenen Zertifizierer verhandelt werden.
Ziel des Konvois ist es, ein integriertes, steuerlich anerkanntes und geldwertes Energiemanagement einzuführen. Deshalb legt die IHK zusätzlich starken Wert auf die Einführung eines funktionierenden und in der Praxis handhabbaren Energiecontrollings. Darauf wird u. a. in den Workshops hingearbeitet.
Interessierte Unternehmen können sich beim Ansprechpartner (siehe rechts) per E-Mail zur Infoveranstaltung anmelden. Sie erhalten eine Anmeldebestätigung mit Anfahrskizze.
Info-Veranstaltung am 24.05.2012 in Pfalzgrafenweiler.
Seit 2009 diente die DIN EN ISO 16001 als Leitfaden zur Etablierung eines Energiemanagementsystems (EnMS) zur Steigerung der Energieeffizienz in Unternehmen. Diese wurde nun durch die DIN EN ISO 50001 abgelöst. Die kostenlose Info-Veranstaltung zeigt Wege zur Umsetzung und Nutzen eines Energiemanagementsystems auf.
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Mit dem Umweltfirmen-Informationssystem der Industrie- und Handelskammern in Deutschland können alle Unternehmen und Institutionen, die Produkte oder Dienstleistungen für den Umweltschutz anbieten, ihr individuelles Leistungsprofil datenbankgestützt präsentieren. externer Link
© Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald (IHK), Sitz: Pforzheim.
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
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