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INTERNATIONAL

Bulgariens Stärken in den schillerndsten Farben

Der Wachstumskurs in Bulgarien eröffnet der deutschen Wirtschaft neue Perspektiven. Dies war die Kernaussage eines Meinungsaustauschs zwischen einer hochkarätigen bulgarischen Delegation und Unternehmern aus der Region Nordschwarzwald.

Gute Geschäftsbeziehungen zwischen den Ländern

Freudenstadt, 2010-06-30. Das Gespräch, arrangiert von der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald im IHK-Gebäude in Freudenstadt, fand im Nachgang zur Wiedereröffnung des Freudenstädter Traditionshotels Palmenwald Schwarzwaldhof statt. In Anwesenheit von Freudenstadts Oberbürgermeister Julian Osswald und dem bulgarischen Generalkonsul Atanas Krastin verwies eingangs IHK-Hauptgeschäftsführer Achim Rummel auf die guten Geschäftsbeziehungen zwischen beiden Ländern.

Trendwende erreicht

Botschafter Ivo Petrov, der stellvertretende Minister für Wirtschaft, Energie und Tourismus, Ivo Marinov, sowie Dr. Mitko Vassilev als Hauptgeschäftsführer der deutschen Auslandshandelskammer in Bulgarien schilderten den Unternehmern aus dem Schwarzwald die Vorteile von Investitionen in Bulgarien in den schillerndsten Farben. Es sei Ziel der Regierung, bis 2013 an der Spitze der Länder für Auslandsinvestitionen zu liegen, führte Marinov aus.

Zwar sei auch Bulgarien von der Krise betroffen, die Trendwende aber sei erreicht und die Prognosen seien positiv. Die Regierung versuche vor allem, die seit 13 Jahren anerkannte Währungsstabilität zu sichern und durch personelle Maßnahmen sowie neue Gesetze die Korruption und das organisierte Verbrechen einzudämmen. Auch dabei zeichneten sich Erfolge ab.

Deutschland stärkster Handelspartner Bulgariens

Gut ausgebildete Mitarbeiter, niedrige Löhne und eine interessante geographische Lage mit Zugängen zum russischen Markt, zu den GUS-Staaten sowie zum Nahen und Mittleren Osten seien gute Gründe für Investitionen in Bulgarien. Der bulgarische Staat fördere besonders Landwirtschaft und Tourismus, auch dort habe das Land mit seiner Lage, seiner vielfältigen Geschichte und Kultur, seinen Landschaften und seinen 600 Mineralquellen (nur Island hat noch mehr Quellen) gute Argumente an der Hand. Deutschland sei derzeit stärkster Handelspartner Bulgariens, bei den Direktinvestitionen in Bulgarien aber liege Österreich an der Spitze und Deutschland auf dem fünften Platz.

Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Autors: © Hannes Kuhnert, Schwarzwälder Bote 2010

DOKUMENT-NR. 27498

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