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STANDORT- UND VERKEHRSPOLITIK

„Wirtschaft klar für Stuttgart 21“

Signalanlage der Bahn © ProjectPhotos, Eisele Zoom Signalanlage der Bahn


Eine überwältigende Mehrheit der Unternehmen im Südwesten spricht sich für das Bahnprojekt Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen – Ulm aus. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald zusammen mit den anderen IHKs in Baden-Württemberg durchgeführt hat. Zu ihrer Meinung über Stuttgart 21 wurden über 10.000 baden-württembergische Unternehmen befragt, davon 1.071 aus der Region Nordschwarzwald. Mit einer Rücklaufquote von fast 25 Prozent konnte dabei für eine überregionale Befragung ein relativ hoher Aussagewert in der Region erreicht werden.

Pforzheim, 24.08.2011. „86 Prozent der Unternehmen im Nordschwarzwald befürworten das Projekt, bei zwölf Prozent überwiegen die Bedenken“, so Burkhard Thost, Präsident der IHK Nordschwarzwald. „Dies ist ein überzeugendes Votum aus der Wirtschaft für die Umsetzung des Projekts“, so Thost weiter.

Als größte Vorteile des Projekts werden – in der Rangfolge der Nennungen – überwiegend die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg genannt, gefolgt von dem verkehrlichen Nutzen eines leistungsfähigen und schnellen Schienenverkehrs sowie dem volkswirtschaftlichen Nutzen durch eine höhere Wertschöpfung.

Vorteile bei der Realisierung des Projekts für das eigene Unternehmen werden durch die Anbindung der neuen Landesmesse und des Stuttgarter Flughafens an das ICE-Netz, der schnelleren Zugverbindung von Stuttgart nach Ulm / München und somit auch eine schnellere Erreichbarkeit des eigenen Unternehmens gesehen.

„Dabei betrachtet die Unternehmerschaft das Projekt durchaus differenziert, was für Sachkenntnis und nicht etwa Zustimmung aus Prinzip spricht“, erläutert der IHK-Präsident. So befürchten die Unternehmen in erster Linie, dass der geplante Kostenrahmen nicht eingehalten wird. Auch technische Risiken beim Bau und Nachteile für andere Infrastrukturprojekte im Land werden kritisch gesehen.

„70 Prozent der Unternehmen befürchten, dass das Vertrauen in den Investitionsstandort Baden-Württemberg beschädigt werden könnte, wenn Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen – Ulm verhindert würde“, erklärt Thost. „Unser Fazit: Die Wirtschaft braucht dieses Infrastrukturprojekt, Baden-Württemberg muss mit leistungsfähigen Anbindungen zeitnah und wirkungsvoll die Gefahr des Verkehrsschattens für unser Land und unsere Region verlässlich ausräumen.“

 

DOKUMENT-NR. 85913

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