Werkschau und neue Studiengänge an der Pforzheimer School of Design
Pforzheim, 2010-02-03. Erneut haben Studierende aus den Bereichen Mode, Transportation Design, Visuelle Kommunikation, Schmuck und Objekte der Alltagskultur sowie Industrial Design gezeigt, was gutes Design ausmacht. Ob eine produktive Auseinandersetzung mit der eher ungeliebten klassischen Herrenmode, die Ergebnisse von Stegreif-Projekten in Kooperation mit der Wirtschaft, die Entwicklung von High-Tech-Carports oder die virtuose Beherrschung von Computerwerkzeugen, die ausgestellten Bachelor- und Thesisarbeiten haben wieder gezeigt, dass die Pforzheimer Hochschule für Gestaltung den internationalen Leistungsvergleich nicht scheut.
Der neue Senat der Hochschule will das Image der HFG in der Öffentlichkeit weiter schärfen. So soll der Ausbau mit neuen Angeboten und Studiengängen wie Accessoire Design, Intermediales Design, Ambient Design das Jahr 2012 vorbereiten, in dem gleichzeitig zwei Abiturjahrgänge den Bildungsmarkt betreten werden. „Das starke Interesse am Studieninformationstag belegt, wie begehrt die angebotenen Studienplätze sind“, so Professor Michael Throm, Dekan der Fakultät. Insgesamt haben 75 Absolventinnen und Absolventen Abschlussarbeiten vorgelegt, wobei die Zahl der Studierenden etwa 500 beträgt.
Bilder
- „Wir sind anders als Wir - Das weite Feld der Spießigkeit“, Studiengang Mode, Bachelorthesis von Katharina Gulde (rechts unten), betreut von Prof. Sibylle Klose und Dipl.-Des. Markus Müller. Gulde: „Die Spießer sind aus unserer heutigen Gesellschaft nicht verschwunden, sie können sich nur besser tarnen.“
- „Beyond Superficial“, Bachelorthesis von Nina Raitano, Studiengang Schmuck und Objekte der Alltagskultur, betreut von Prof. Christine Lüdecke und Prof. Andi Gut. Raitano: „Ich möchte mit meinen Objekten die Menschen dazu verführen, ihrer Intuition zu folgen und Objekte mit all ihren Sinnen zu erforschen.“
- „Memento Mori“, Studiengang Schmuck und Objekte der Alltagskultur, von Vivi Touloumidis, 7. Semester, betreut von der Lehrbeauftragten Christiane Förster. (Arbeit wird von einer Studierenden präsentiert.)
- „mywater - Wasser-Problemen begenen mit Design“, Bachelortheis von Ralf-Simon King, Studiengang Industrial Design, betreut von Prof. Thomas Gerlach und Prof. Ralph Schieschke. King: „Das Konzept des atmosphärischen Wassergenerators folgt der Idee der Luftfeuchtigkeit der Atmosphäre durch Kondensation nutzbar zu machen.“
- „pole position - Forschungsfahrzeug für die Antarktis“, Bachelorthesis von Matthias Gottwald, Studiengang Industrial Design, betreut von Prof. Jürgen Goos. Gottwald: „Das Fahzeug fügt sich in die extreme Umgebung der Polarregionen ein und ist inspiriert vom Gleiten der Pinguine sowie deren spezialisierten Kreislaufsystem, denn ein optimaler Energiehaushalt ist in der Eiswüste der Antarktis essentiell.“
- „Individualismo Colectivo“, Monica Sanchez Leo, Bachelorthesis, Studiengang Schmuck und Objekte der Alltagskultur, betreut von Prof. Christine Lüdecke und Dipl.-Des. (FH) Christine Harwart. Sanchez Leo: „Die Deckel des BIC®-Kugelschreibers sind die Grundsteine meiner Schmuckkollektion. Aus einem Massenprodukt entstanden organische Formen mit einer graphischen Essenz.“
- „Augenschmaus“ Johanna Otto, Bachelorthesis, Studiengang Schmuck und Objekte der Alltagskultur, betreut von Prof. Christine Lüdecke und Oliver Schmidt. Otto: „Schmausen mit den Augen. Ein Schmaus bedeutet nicht nur Nahrung für den Magen, sondern Nahrung für die Sinne - für die Seele.“
- „IN-OT, IN-OUT-IN“, Satoshi Nakamura, Bachelorthesis, betreut durch Professor Andi Gut und Dipl.-des. (FH) Rudi Sand. Nakamura: „Mein Schmuck soll ein Kommunikationsmittel zwischen Menschen sein, so wie die Stromleitungen, die mich inspiriert haben.“
- „Bogensport“, Marco Kreschbaumer, Bachelorthesis, Studiengang Industrial Design, betreut von Prof. Ralph Schieschke und Prof. Jürgen Goos. Kreschbaumer: „Mein Springbow zieht seine Kraft aus speziellen Zugfedern. Dieses ‚Spring-Tech’ genannte System hat den Vorteil, dass der Schütze seinen Bogen wesentlich flexibler und kostengünstiger auf seine Bedürfnisse anpassen kann.“






