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STANDORTPOLITIK

Die Industrie bleibt Taktgeber bei den Investitionen in Deutschland.

Die Industrie bleibt tonangebend bei den Investitionen, wenngleich auf niedrigerem Niveau, so der aktuelle Industriereport 2010/2011 des DIHK. Der Investitionssaldo sinkt um 13 auf plus 15 Punkte. Damit zeigt er zwar die größte Anpassung nach unten, bleibt aber der höchste Wert aller Wirtschaftszweige. Drei von zehn Industrieunternehmen planen zusätzliche Investitionen; gut die Hälfte will ihr derzeitiges Investitionsvolumen aufrecht erhalten.

Berlin, 11.01.2012. Wichtigster Taktgeber der Investitionstätigkeit bleibt trotz deutlich nachlassender Dynamik in den Exporterwartungen die Ausfuhrtätigkeit. Die Sorgen um die konjunkturelle Entwicklung in der EU und über die Lösung der Staatsschuldenkrise schlagen sich jedoch zunehmend auch in der Investitionsneigung der Unternehmen nieder.

Die Industrieunternehmen wollen weiter einstellen, wenngleich mit etwas weniger Tempo. Mit ihren Beschäftigungsplänen bleiben sie im Vergleich der Wirtschaftszweige dabei überdurchschnittlich expansiv – nicht zuletzt, weil Rationalisierungen als Investitionsmotiv deutlich in den Hintergrund treten. 21 Prozent der Industrieunternehmen wollen Beschäftigung aufbauen und 68 Prozent ihre Belegschaft halten. Nur rund jedes zehnte Unternehmen plant mit weniger Personal. Gleichzeitig nehmen die Probleme der Betriebe weiter zu, geeignete Fachkräfte für die offenen Stellen zu finden. Drei von zehn Industrieunternehmen sehen im Fachkräftemangel eine Gefahr für ihre geschäftliche Entwicklung in den kommenden Monaten. Aktuell liegt der Antwortensaldo bei den Beschäftigungsabsichten bei plus zehn Punkten (Vorumfrage: 18 Punkte) – und damit nach wie vor deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von minus sieben Punkten. Das Ausgangsniveau vom Frühsommer war mit einem Beschäftigungssaldo von 18 Prozentpunkten der höchste Wert seit der Wiedervereinigung.

Quelle: Deutscher Industrie- und Handelskammertag

 
 

DOKUMENT-NR. 25641

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