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Verarbeitendes Gewerbe (Dokument-Nr.: 86165)
STANDORTPOLITIK
Verarbeitendes Gewerbe in der Region Nordschwarzwald
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Produktionsbereich
„Der wirtschaftliche Aufschwung war 2011 in der Region Nordschwarzwald deutlich zu spüren und zeigt sich nun auch in der amtlichen Statistik“, so Thomas Walter, Volkswirt der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald über die Zahlen des Verarbeitenden Gewerbes in der Region Nordschwarzwald für 2011. Die Zahlen beziehen sich auf Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten.
Pforzheim, 07.05.2012. Die vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg vorgelegten detaillierten Zahlenangaben für das Verarbeitende Gewerbe nach Branchen und Landkreisen in der Region beziehen sich bei dieser Jahreserhebung auf Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten.
So erhöhte sich der Gesamtumsatz der regionalen Industrie von 12,2 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf 16 Milliarden Euro in 2011. Dass mit 66 Prozent zwei Drittel des Umsatzes im Inland erzielt wurde, unterstreicht die starke Verflechtung der regionalen Industrie als klassischer Zulieferer an andere inländische Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes.
Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes sind die meisten Menschen der Region in der Metallerzeugung und –bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen (16.037) und im Maschinenbau (15.847) beschäftigt. Sie erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 5,6 beziehungsweise 3,3 Milliarden Euro. Der Maschinenbau hat mit 61 Prozent dabei zudem die höchste Exportquote aller Wirtschaftszweige in der Region.
Im Stadtkreis Pforzheim erwirtschafteten die 26 Betriebe der Schmuckindustrie mit Ihren 1.907 Beschäftigten einen Gesamtumsatz von 273 Millionen Euro bei einem Auslandsanteil von 131 Millionen Euro. Die 36 Unternehmen der Metallerzeugung und –bearbeitung sowie Herstellung von Metallerzeugnissen konnten dagegen mit ihren 5.160 Beschäftigen einen Gesamtumsatz von 838 Millionen Euro bei einem Exportanteil von 329 Millionen Euro realisieren. Insgesamt erwirtschaftete der Stadtkreis Pforzheim einen Anteil von knapp 32,5 Prozent des Gesamtumsatzes im Verarbeitenden Gewerbe der Region.
Im Enzkreis erzielte der Wirtschaftszweig Metallerzeugung und- bearbeitung, Herstellung von Metallerzeugnissen mit 955 Millionen Euro den höchsten Gesamtumsatz. Hier sind mit 6.406 Arbeitnehmern auch die meisten Menschen beschäftigt. Im Enzkreis hat das Verarbeitende Gewerbe mit 37,4 Prozent die zweithöchste Exportquote innerhalb der Region und erreicht einen Anteil von 29 Prozent am gesamten Umsatz in der Region.
Im Landkreis Calw ist die Verflechtung des Verarbeitenden Gewerbes mit den ausländischen Märkten am geringsten ausgeprägt. Die Exportquote von 25,8 Prozent liegt weit unter dem regionalen Durchschnitt von insgesamt 34,1 Prozent.
Mit 2.117 arbeiten die meisten Menschen im Fahrzeugbau. Der Umsatz der Branche wird aber aus Gründen des Datenschutzes von der amtlichen Statistik nicht ausgewiesen. Im Hinblick auf die Beschäftigtenzahl folgt mit 1.632 Personen der Maschinenbau mit einem Umsatz von rund 297 Millionen Euro. Insgesamt erwirtschaftete der Landkreis Calw den geringsten Anteil mit 16 Prozent des Gesamtumsatzes im Verarbeitenden Gewerbe der Region.
Im Landkreis Freudenstadt ist der Maschinenbau mit 8.635 Beschäftigten mit Abstand der größte Arbeitgeber innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes. Diese erwirtschafteten mit 1.887 Millionen Euro auch den weitaus größten Gesamtumsatz. Der Maschinenbau erreicht darüber hinaus mit 66 Prozent die höchste Exportquote auf Kreisebene in der Region. Im Hinblick auf die Zahl der Beschäftigten sowie den erreichten Gesamtumsatz folgt der Wirtschaftszweig Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren. 2.131 Beschäftigte erzielten hier einen Gesamtumsatz von rund 416 Millionen Euro. Der Landkreis Freudenstadt hat mit 47,1 Prozent die höchste Exportquote der Region und erwirtschaftet mit einem Anteil von 22,5 Prozent fast ein Viertel des gesamten Umsatzes im Verarbeitenden Gewerbe der Region.
Eine ausführliche Übersicht mit detaillierten Zahlenangaben für den Stadtkreis Pforzheim, den Enzkreis, den Landkreisen Calw und Freudenstadt sowie für die gesamte Region Nordschwarzwald ist bei der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald unter der Telefonnummer: 07231 201-153 bzw. per E-Mail: sanktjohanser@pforzheim.ihk.de erhältlich.

