Externe Links
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The European Central Bank - Homepage (Link: http://www.ecb.eu/ecb/html/index.de.html)
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10-jähriges Bestehen der EZB (Link: http://www.ecb.eu/ecb/10ann/html/index.de.html)
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Die Europäische Zentralbank (EZB) wurde am 01. Juni 1998 errichtet. Sie ist die unabhängige Zentralbank für Europas einheitliche Währung, den Euro, der im Januar 1999 eingeführt wurde. Eine gemeinsame Währung für eine Gruppe von Ländern ist ohne eine gemeinsame Zentralbank und ohne ein gemeinsames System der Zentralbanken nicht möglich. Daher erhielten die EZB und das Europäische System der Zentralbanken (ESZB), das sich aus der EZB und den nationalen Zentralbanken (NZBen) aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) zusammensetzt, den Auftrag, Preisstabilität zu gewährleisten und die Glaubwürdigkeit des Euro zu sichern.
Im Mai 1998 traf der Europäische Rat eine der weitreichendsten Entscheidungen in der Geschichte der europäischen Integration. Die Staats- und Regierungschefs der EU beschlossen, dass elf Mitgliedstaaten die Voraussetzungen für die Einführung des Euro erfüllten. Diese Entscheidung stellt einen Meilenstein dar; sie geht auf den Maastricht-Vertrag aus dem Jahr 1992 zurück, der den institutionellen Rahmen des ESZB festlegte. Durch diesen Vertrag wird die geldpolitische Beschlussfassung auf eine supranationale Ebene verlagert und gegen jeglichen Druck, einschließlich des von Regierungen ausgehenden Drucks, abgeschirmt, wodurch die vollständige Unabhängigkeit der EZB sichergestellt wird. Er überträgt der EZB auch das ausschließliche Recht, die Ausgabe von Euro-Banknoten zu genehmigen.
Bei den Verhandlungen und der Ratifizierung des Maastricht-Vertrags durch die nationalen Parlamenten war man davon ausgegangen, dass alle EU-Mitgliedstaaten zu gegebener Zeit die einheitliche Währung einführen werden und dass das ESZB alle den Euro betreffenden Aufgaben ausführen wird. Bis zu diesem Zeitpunkt ist jedoch eine Gruppe von Zentralbanken innerhalb des ESZB – das Eurosystem, das die EZB und die Zentralbanken der Länder des Eurogebietes umfasst – der maßgebliche Akteur. Das wichtigste Beschlussorgan des Eurosystems ist der EZB-Rat, der sich aus den sechs Mitgliedern des Direktoriums der EZB und den Präsidenten der NZBen der Euroländer zusammensetzt.
Gemäß der Definition des EZB-Rates herrscht Preisstabilität bei einer Inflationsrate von unter zwei Prozent. Der Rat hat daher von Anfang an festgelegt, dass er auf mittlere Sicht eine Preissteigerungsrate von unter, aber nahe zwei Prozent anstrebt. Diese Vorgabe im Hinblick auf Preisstabilität wird seit fast zehn Jahren im Großen und Ganzen erfüllt, obwohl die in Europa und der übrigen Welt spürbaren kräftigen Erhöhungen der globalen Rohstoffpreise – die außerhalb des unmittelbaren Einflussbereichs der Geldpolitik liegen – zu einer durchschnittlichen Inflationsrate von knapp über zwei Prozent seit der Euro-Einführung geführt haben. Angesichts der zahlreichen Schocks in diesem Zeitraum und der Vorgeschichte der an der Währungsunion teilnehmenden Volkswirtschaften ist dies ein bemerkenswertes Ergebnis. In den Jahrzehnten vor der Einführung des Euro war die durchschnittliche jährliche Preissteigerungsrate in den jeweiligen Ländern deutlich höher als im Eurogebiet in den letzten zehn Jahren.
Stabile Preise sind von entscheidender Bedeutung, und das nicht nur, weil sie den Wert der Einkünfte aller Bürger – insbesondere die der sozial schwächeren mit geringerem Einkommen – schützen, sondern auch, weil stabile Preise und Glaubwürdigkeit im Hinblick auf die Gewährleistung von Preisstabilität auf mittlere Sicht Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen sind. Durch die Verankerung der Inflationserwartungen auf niedrigem Niveau im Einklang mit ihrer Definition von Preisstabilität hat die EZB die Inflationsrisikoprämien verringert und ein finanzielles Umfeld geschaffen, das dem Wirtschaftswachstum und einem Zuwachs an Arbeitsplätzen förderlich ist. Im Zeitraum von der Euro-Einführung bis Ende 2007 sind im Euroraum mehr als 15 Millionen neue Arbeitsplätze entstanden und die Arbeitslosenquote hat ihren niedrigsten Stand seit Anfang der Achtzigerjahre erreicht.
Der Euro hat erheblich zum Funktionieren unseres großen kontinentalen Marktes und somit zur Verwirklichung eines echten Binnenmarktes beigetragen. Zudem hat er die Wirtschaft des Eurogebiets vor den zahlreichen globalen Schocks und den erheblichen Turbulenzen der vergangenen Jahre geschützt.
Es dauerte eine gewisse Zeit und bedurfte erheblicher Anstrengungen, bis dieses Ergebnis erreicht wurde, denn die EZB hat sich auf Neuland begeben, hat weitreichende Entscheidungen von großer Komplexität getroffen und diese gemeinsam mit allen Mitgliedern des Eurosystems, den nationalen Zentralbanken des Eurogebiets, umgesetzt. In den letzten Jahren bestand eine unserer zahlreichen Aufgaben darin, zu verstehen, wie die neu geschaffene Währungsunion in der Folge funktionieren würde und welche komplexen Prozesse beim Übergang eines großen Wirtschaftsraums zu einer vollständigen wirtschaftlichen und monetären Union ablaufen würden.
Die Errungenschaften der letzten zehn Jahre sind dem Weitblick und dem Engagement der ehemaligen und derzeitigen Mitglieder des EZB-Rats sowie der Energie und dem Einsatz aller Mitarbeiter des Eurosystems zu verdanken. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen und all jenen herzlich danken, die dazu beigetragen haben, eine solide Grundlage für den Euro zu schaffen. Die einheitliche Währung ist zum stolzen Symbol eines Kontinents geworden, der an Größe gewonnen hat.
Von Jean-Claude Trichet, Präsident der EZB
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Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
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