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STANDORTPOLITIK

Die Lage der Region

Die Lage der Region Pforzheim, 2004-03-14. Die günstige, zentrale Lage der Region in Baden-Württemberg bietet eine ganze Reihe von Vorteilen, Chancen und Möglichkeiten zur Stärkung des Wirtschaftsraumes Nordschwarzwald. Hierzu wurden konkrete Leitbilder und Visionen zur Nutzung aller vorhandenen Potentiale entwickelt, insbesondere aus dem regionalen Umfeld. Ein Beispiel ist die Bezeichnung "Region der kurzen Wege", welche die Zentralität und damit die einfache und schnelle Erreichbarkeit bestimmter Orte und Einrichtungen vom Nordschwarzwald aus zum Ausdruck bringt. So ist die Nähe zu den Hochschul- und Forschungseinrichtungen in Stuttgart und Karlsruhe - aber auch z.B. in Heidelberg, Tübingen oder Freiburg - ein positiver Standortfaktor. Das gleiche gilt für viele weitere sogenannte "weiche Standortfaktoren" wie kulturelle, sportliche oder touristische Einrichtungen und Anziehungspunkte der Region selbst sowie der umliegenden Räume.

Ein wesentlicher Vorteil der Mittellage der Region Nordschwarzwald liegt darin, den Unternehmen in den Ballungsräumen Stuttgart und Karlsruhe sowohl kostenmäßig als auch verkehrsmäßig günstige Gewerbeflächen anbieten zu können. Dies ist schon heute und wird künftig interessant, wenn Betriebserweiterungen, Auslagerungen oder auch Firmenneugründungen in den großen Industriezentren räumlich nicht mehr möglich oder aus Kostengründen nicht mehr finanzierbar sind. Hier besteht vor allem die große Chance, technologieorientierte Unternehmen oder moderne Dienstleister verstärkt in der Region anzusiedeln. Damit baut der "Standort Nordschwarzwald" ein völlig neues Profil auf, das ihn durch die Einbindung und Nutzung aller vorhandenen regionalen und umliegenden Ressourcen auch im nächsten Jahrtausend wettbewerbsfähig macht. Die Region Nordschwarzwald ist die Zukunftsregion Baden-Württembergs.

Von den insgesamt mehr als 180.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmern (in Betrieben mit 20 und mehr Mitarbeitern) arbeiten etwa 51 Prozent im produzierenden Gewerbe und 48 Prozent im gesamten tertiären Sektor. Das verarbeitende Gewerbe ist durch eine Branchenvielfalt, moderne Technologien und eine hohe Exportintensität gekennzeichnet. Innerhalb des leistungsstarken Dienstleistungsgewerbes bilden die Handelsbetriebe einen Schwerpunkt.

Die Region setzt sich aus den Landkreisen Calw (157.300 EW), Enzkreis (188.600 EW), Freudenstadt (119.500 EW) und dem Stadtkreis Pforzheim (118.100 EW) zusammen. Die Region Nordschwarzwald verzeichnete in der Vergangenheit die prozentual fünfthöchste Bevölkerungszu-nahme aller 97 bundesdeutschen Regionen. In gut 20 Jahren hat die Bevölkerung von 488.000 auf 583.000 um fast 100.000 zugenommen. Prognosen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg gehen davon aus, daß bis zum Jahr 2005 weitere 42.000 Menschen in die Region zuwandern und die Bevölkerungszahl dann 625.000 betragen wird.

Die Bewältigung dieses starken Bevölkerungsanstiegs mit der daraus resultierenden Notwendigkeit, entsprechenden Wohnraum und vor allem Arbeitsplätze zu schaffen, sowie vorhandener struktureller Defizite, die durch die konjunkturelle Entwicklung der vergangenen Jahre teilweise noch verstärkt wurden, sind die zu lösenden Aufgabenstellungen für die kommenden Jahre.

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